Süßer Welpe

Der Welpe

Haltung, Sozialisierung auch in kleinen Gruppen, Erziehung, Ausbildung



Hausbesuch 

Ca. 2 Stunden Beratung vor Ort.

Die Arbeit mit dem Welpen erfolgt nur im Ansatz, da der Welpe sonst überfordert ist.

Inhalte:

Gesunde Ernährung!

Link:

https://www.ritzenberger.de/schnellbestellung/welpenfutter/


Trockenfutter ist keine gesunde Ernährung für den Hund!

Grundlagen der Welpen-Erziehung –

der Welpe lernt:

  • ganz viel Ruhe und Schlaf zu halten

  • seinen Namen kennen und jederzeit darauf zu reagieren

  • seine Geschäfte draußen zu verrichten und in den nächsten Wochen stubenrein zu werden

  • keine Möbel o.ä. anzufressen, was nicht dafür gedacht ist

  • den richtigen Umgang mit Menschen, Hunden und anderen Tieren

  • kurze Zeit auf einem Platz zu warten bis der Welpe dort wieder abgeholt wird.

  • schrittweise alleine zu bleiben

  • Sanfte Berührungen in Maul, Ohren und Augen usw. zu dulden, damit es später beim Tierarzt keine Probleme gibt

  • draußen zu folgen und den Halter nicht zu verlassen (auch nicht, wenn Menschen oder Hunde kommen)

  • zurückzukommen, wenn  Sie den Welpen rufen

  • jedes Verhalten, wie spielen oder schnuppern ruhig zu beenden, wenn der Halter es als notwendig erachtest

  • Ihre individuellen Regeln

  • Transport im Auto

  • Richtige Fütterung

Einzelstunde: 40,00 Euro, zzgl. Fahrtkosten

Auf Wunsch erhalten Sie eine Zusammenfassung meiner Empfehlungen schriftlich!

Zzgl. 30,00 Euro.


Eine Rechnung stelle ich vor Ort aus, die Sie in bar bezahlen.


Training in der Stadt, im Wald oder am Sorpesee:

Einzelstunde -  30,00 Euro.

4er Karte      - 100,00 Euro.


Fahrkosten werden nach Aufwand berechnet.


Terminvereinbarung mind.  1 x in der Woche!

Welpenpaket: 380,00 Euro inkl. Fahrtkosten. Bis 20 km.

2 Hausbesuche beim Hundehalter

2 Hausbesuche bei mir

4 Einzelstunden an belebten Orten

2 Einzelstunden im Wald ...

Die Trainingsinhalte werden auf die Verfassung und das Verhalten des jeweiligen Welpen angepasst!


  • Die Entwiklungsphasen

  • Ab wann kann man einen Welpen alleine lassen und wie lernt der Welpe es ohne Angst

  • Welpenerziehung

  • Das richtige Futter

  • Leinenlängen richtig wählen

  • Sozialisierung - Fehler vermeiden

  • Training an der Leine

  • Gesundheitsvorsorge

  • Genetische Eigenschaften erkennen

  • Ab wann kann der Welpe seine Blase kontrollieren

  • die ersten Signale lernen

  • und vieles mehr ....

 

Der Junghund

Training


Junghunde:

Ca 18. Lebenswoche je nach Rasse bis ca. 18. Monat.

Einzelstunde  -   35,00 Euro.

10er Karte     -  310,00 Euro.

Eine Rechnung stelle ich vor Ort aus, die Sie in bar bezahlen.


Terminvereinbarungen  spätestens alle 14 Tage!

Terminabsagen seitens des Hundehalters werden nicht erstattet.

Fahrtkosten werden nach Aufwand berechnet.

  • Die Entwicklungsphasen

  • Erziehung  -  Beschäftigung

  • Grenzen setzen - aber richtig!

  • Jagdverhalten kontrollieren

  • Das richtige Futter

  • Leinenlängen richtig wählen

  • Sozialisierung - Fehler vermeiden

  • Training an der Leine

  • Gesundheitsvorsorge

  • Genetische Eigenschaften erkennen

  • und vieles mehr ....

Süßer Hund
 
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Welpen Spielgruppen


Regelmäßig werde ich gefragt,  ob ich Spielstunden anbiete?


Für uns Menschen ist es lustig viele Welpen gleichzeitig zu sehen, aber für die meisten Hunde sind solche Begegnungen zu stressig und nicht  förderlich für die Gehirnentwicklung! Hier fängt die Vermenschlichung des Hundes schon an!

Die Mutterhündin/das Rudel zu verlieren ist für einen Welpen schon schlimm genug! Oft werden die Welpen auch viel zu früh abgegeben!

Die Eingewöhnung in eine neue Umgegung bereitet vielen Welpen große Probleme. Als wenn das nicht schon reicht - der Besuch einer Welpenspielgruppe traumatisiert viele Welpen noch mehr!

Viele gute Hundetrainer, Dozenten und ich bin auch der Meinung halten Welpentreffen sog. Sozialisierungsstunden, Spielstunden oder wie sie sonst benannt werden ohnehin für fragwürdig – in der Form, wie sie heutzutage vielerorts angeboten werden, sogar für schädlich!

Beim freien Herumtoben und „Mobben” der Welpen verankert sich Fehlverhalten, das später mühevoll wieder abtrainiert bzw. umgelenkt und neu kanalisiert werden muss, wie beispielsweise das forcierte, größere Interesse der Hunde an ihren Artgenossen als an ihren Haltern. Der erzeugte Kinderspielplatzeindruck befriedigt lediglich die Herzen mancher Menschen. Die meisten Hunde werden dadurch bei Hundebegegnungen nur hektisch, weil sie eben keine Kinder, sondern domestizierte Raubtiere sind. Wölfe machen auch keine Welpenspielstunden; das wäre der Tod einer Welpenfamilie. Die einordnenden Erfahrungen haben auch Haushunde in der innerartlichen Gruppe (Geschwister) bereits hinter sich. Der Welpenübernahme sollte deshalb unmittelbar der intensive Beziehungsaufbau zu Menschen und ihrem Lebensumfeld folgen.

Zwischen der ca. 8. und 12. Lebenswoche macht der Welpe innerhalb der Sozialisationsphase eine sogenannte erste Angstphase durch. Diese Angstphase dauert zwischen einer und drei Wochen an. Stressige Ereignisse sollten in dieser Zeit dringend vermieden werden, da angstauslösende Erlebnisse zu einer lebenslangen Aversion führen können.

Die Erfahrung zeigt, dass die Welpen weniger wild und stürmisch (aufgeregt und gestresst) sind, wenn sie nicht an einer Welpenspielstunde teilgenommen haben, sondern normalen, guten Kontakt zu sozialkompetenten, älteren Hunden hatten. Prägeschäden aus der Welpenzeit kann man später nicht mehr weg therapieren!

Gleiches gilt für Junghunde, denen das Lernen in einer Gruppe mit gleichaltrigen, unerzogenen und gestressten Hunden unendlich schwer fällt. Es entspricht auch gar nicht den alltäglichen Anforderungen. Im wahren Leben begegnen sich einzelne Hunde unterschiedlichen Alters, das ist viel natürlicher als ein organisiertes Treffen Gleichaltriger.

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Wie lange dauert die Welpenzeit denn nun?

Es gibt natürlich keinen „Tag X“, an dem sich über Nacht alles ändert nach dem Motto „gestern Abend noch ein Welpe, heute Morgen schon ein Junghund“, aber grundsätzlich dauert die Welpenzeit ungefähr bis zur 16. Lebenswoche. Eher etwas länger (bis zur 18. Lebenswoche) als etwas kürzer.

Kleine Rassen entwickeln sich körperlich und geistig tendenziell schneller als große Rassen. Dennoch hängt die Entwicklung immer vom Indiviuum selbst ab. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es auch „acht Monate alte Welpen“ gibt. Spätestens mit dem Erreichen der 18. Lebenswoche spricht man von einem Junghund.

Mitunter wird sich auch auf die körperliche Entwicklung, genauer gesagt den Zahnwechsel, der ab dem vierten Lebensmonat stattfindet, als Anhaltspunkt für das Ende der Welpenzeit berufen.

Was Welpen wirklich brauchen

Alles was er später können muss…

In vielen Büchern liest man es, und viele Hundeschulen lehren es noch immer: Welpen müssen innerhalb der ersten 16 Wochen alles gelernt haben, was sie in ihrem späteren Leben benötigen.

Darunter wird meistens verstanden, dass sie, sobald sie bei ihrer neuen Familie leben, alles zumindest einmal machen müssen: Bus, Bahn und Auto fahren, in der Stadt mitlaufen, ins Gasthaus mitgehen, sämtliche Formen der Menschheit persönlich kennen lernen, alle möglichen Tiere kennenlernen (am besten in einem Zoo) und natürlich mit fast jeder Hunderasse Kontakt  haben. Dazu werden Programme geschrieben, die für jede Woche bestimmte Dinge vorsehen, die absolviert werden müssen.

Ein richtiger Marathon für frisch gebackene Welpeneltern. Stress pur, für den Welpen natürlich besonders, aber auch für die Bezugspersonen.

Was Welpen wirklich brauchen erkläre ich dir genau in diesem Beitrag.

Warum wir es heute besser wissen

Die Idee, dass bestimmte Lernerfahrungen nur in einer bestimmten, eng begrenzten  Zeit möglich sind, stammt aus der Embryologie. Dort gibt es den Begriff „kritische Periode“: Das ist ein Zeitabschnitt, in dem die Embryonalentwicklung besonders schnell und tief greifend fortschreitet. Eingriffe und Störungen während dieser Zeitabschnitte führen zu nicht wieder gut zu machenden Effekten für die weitere Entwicklung. 1935 entlehnte Konrad Lorenz diesen Begriff und übertrug ihn in die Verhaltensbiologie. Man glaubte, dass es einen kurzen, klar abgegrenzten Zeitabschnitt gibt, in dem bestimmte Erfahrungen gemacht werden müssten.

Aus welchen Gründen diese Idee dann zu Hundebüchern führte, die mit hoher Dringlichkeit warnen, dass alle Welpen bis zu ihrer 16. Lebenswoche alles kennenlernen müssen, was sie später brauchen, weiß ich nicht. Heute wissen wir auf jeden Fall, dass das Ganze nicht so ist, wie gedacht.


Zeitfenster

Richtig ist, dass es in der Welpenentwicklung Zeitfenster gibt, in denen Lernen besonders leicht möglich ist. Es stimmt, dass die gesamte Phase etwa bis zur 16. oder 20. Lebenswoche geht. Sie besteht aus einzelnen Zeitfenstern, die sich für bestimmte Dinge besonders gut zum Lernen eignen. Dazu zählt ganz besonders eine Phase, in der die Welpen noch beim Züchter sind: Woche  4 bis 8.

Was ist in dieser Zeit anders? Ab Woche 4 können sich die Welpen gezielt bewegen und alle Sinnesorgane sind aufnahmefähig. Dadurch sind die Welpen in der Lage, die Umwelt zu erkunden und über die Sinnesorgane wahrzunehmen. Etwa ab Woche 8 beginnt ein Angstfenster, in dem die Welpen vor Neuem vermehrt mit Meideverhalten reagieren.

In dieser Zeit zwischen Woche 4 und 8 geschieht das, was als „primäre Sozialisation“ bezeichnet wird. Weil die jungen Hunde noch keine Angst entwickeln, eignet sich dieses Zeitfenster ganz besonders gut dafür, viele Geräusche und optische Reize kennen zu lernen.

Außerdem ist es die Zeit, in der die Welpen besonders gut mit  anderen Haustieren und Menschen sozialisiert werden können. Sie bauen Bindung auf, beginnen mit der Umwelterkundung und entwickeln eine Beißhemmung. Die Frustrationstoleranz wird entwickelt durch zunehmende Trennungszeiten von der Mutter und durch die Entwöhnung von der Muttermilch.

Wie schon gesagt, zu dieser Zeit sind die Welpen noch beim Züchter. Daraus wird klar, wie wichtig ein verantwortungsvoller Züchter ist, der diese Lernphase auch im richtigen Rahmen nutzt, um die Welpen zu fördern. Dann sind die Welpen optimal vorbereitet für ihren Start bei neuen Familien.

Dass es erstaunlich viele Welpen auch ohne so eine optimale Förderung schaffen, zu vernünftigen Hunden heranzuwachsen, zeigt nur, dass Hunde eben nicht ausschließlich in dieser Zeit lernen, sondern ein Leben lang.


Mit 8 Wochen in die neue Familie

Ausgerechnet dann, wenn viele Welpen beginnen, vor neuen Eindrücken Meideverhalten zu zeigen, werden Welpen oft in die neue Familie entlassen. Natürlich ist der Zeitpunkt, wann das Angstfenster sich öffnet, individuell unterschiedlich und genauso die Ausprägung der Angst. Nicht jeder Welpe zeigt dies sehr deutlich.

Dennoch sollte man diesen Effekt immer im Hinterkopf haben. Wenn ein Welpe vor neuen Dingen, die er noch nicht gut kennt, zurückweicht und sie meidet, braucht er Zeit und Hilfe, um sich diesen Dingen in seinem Tempo und mit der Unterstützung der Bezugspersonen zu nähern.

Dabei ist es egal ob es sich um die unbekannte Mülltonne, fremde Menschen oder andere Hunde handelt. Niemals solltest du sagen:“Geh schön spielen!“ wenn sich dein Welpe lieber bei dir verstecken möchte.


Was Welpen wirklich brauchen

Jetzt wird langsam klar, was Welpen wirklich brauchen. Sie brauchen kein starres Programm, das ihnen vorschreibt, in welcher Woche sie welche Herausforderungen zu meistern haben. Keine Zahlenspiele, die die Anzahl der Lebenswochen mit der Anzahl bestimmter Erfahrungen in Verbindung bringen.

Statt dessen brauchen Welpen eine Umgebung in der sie Vertrauen zum Menschen aufbauen können, Klarheit, Konsequenzen, Sicherheit, Sichtbarkeit und Verständnis.

Die Anzahl der Kommandos, die ein Welpe lernen sollte, seht erstmal im Hintergrund!  Es ist nicht zielführend, wenn ein Welpe mit 10 Wochen ins Meideverhalten gezwungen und an der Leine stranguliert wird, damit er viele  Signale (Sitz, Platz, Fuss, Bleib ...) schnell versteht, aber der Transport im Auto nicht funktioniert, oder sich in die Ecke verkricht, wenn Besucher ins Haus kommen, die Begegnungen mit fremden Dingen, fremde Tiere, fremde Menschen den Welpen erschrecken u. v. m. .

Wenn man einen Welpen viel Programm zumutet (4 Menschen im Haushalt üben mit dem Welpen), ihn in eine Box sperrt, ihm Schmerzen durch die Leinenführung zuführt, schlechtes Futter anbietet, ihn bei Kälte nicht warm hält, ihm die natürlichen Bewegungsformen nimmt, nach 3 Wochen Urlaub den Welpen 5 Stunden alleine lässt, fällt es den Welpen sehr schwer Bindung aufzubauen und sich wohl zu fühlen.  Lernen ist dann nicht mehr gut möglich!

Wer versteht, dass ein Welpe zunächst einmal ein Hundebaby ist, und kein Computer, der auf alle Umweltreize programmiert werden muss, ist auf dem richtigen Weg. Babys sind Individuen, jedes reagiert anders. Darum kann es keine pauschalen Regeln geben, wieviel von was richtig ist.

Du brauchst Verständnis für typisches Welpenverhalten, aber auch für untypisches Verhalten. Verständnis für Quatsch machen, für sich ausprobieren. Verständnis für Bedürfnisse und Ängste.

Welpen können und müssen nicht alles richtig machen. Bedenke, du hast es mit einem Hund zu tun! Hunde tun, was Hunde nun mal tun. Dinge anknabbern zum Beispiel ist völlig normal.

 
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