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Fallbeispiel
Begutachtung - Therapie

 

Bei der Analyse des Hundes vor Ort sind für mich folgende Schwerpunkte von besonderer Bedeutung:



Körperliche Untersuchung in Absprache mit dem Tierarzt

Eine umfassende körperliche Begutachtung umfasst die Kontrolle von Muskulatur, Gelenken, Haut und Fell sowie die Beurteilung von Vitalparametern wie Herzfrequenz, Atmung und Temperatur. Hierbei werden mögliche Auffälligkeiten oder Schmerzen identifiziert.

Verhaltensbeobachtung

Das Verhalten des Hundes im gewohnten Umfeld gibt Aufschluss über seinen emotionalen Zustand, seine Sozialisation und eventuelle Verhaltensauffälligkeiten. Aspekte wie Reaktionsmuster auf Umweltreize, Umgang mit Menschen und Artgenossen sowie Stressreaktionen stehen im Fokus.

Ernährungszustand

Die Beurteilung des Ernährungszustandes dient dazu, Mangelerscheinungen oder Übergewicht zu erkennen. Dies ist entscheidend für die weitere Gesundheitsplanung und Fütterungsberatung.

Umwelt- und Lebensbedingungen

Die Analyse der Haltungssituation, inklusive Wohnumfeld, Bewegungsmöglichkeiten und sozialer Einbindung, liefert wichtige Hinweise auf die Lebensqualität des Hundes und potenzielle Belastungsfaktoren.

Anamnese

Eine detaillierte Befragung des Besitzers zur bisherigen Trainingsversuche auch in Hundeschulen oder durch Einzelstunden, Krankengeschichte, Impfstatus, vorherigen Erkrankungen und bisherigen Verhaltensänderungen unterstützt die Gesamtbeurteilung.

Diese Schwerpunkte ermöglichen eine ganzheitliche und fundierte Bewertung des Gesundheits- und Verhaltenszustandes des Hundes vor Ort.

Begutachtung 

Der Begriff „Hunde-Stereotypie“ bezieht sich auf sich wiederholende, zwanghafte Verhaltensmuster bei Hunden, die häufig als Zeichen von Stress, Langeweile oder unzureichender Umweltstimulation auftreten. Diese stereotypischen Verhaltensweisen können verschiedene Formen annehmen, wie zum Beispiel ständiges Kreisen, Schwanzjagen, exzessives Lecken oder beißen von Körperteilen, ständiges Bellen oder andere repetitive Bewegungen und Handlungen ohne erkennbaren Zweck.

Stereotypien entstehen oft in Situationen, in denen ein Hund unter chronischem Frust, Angst oder mangelnder Beschäftigung leidet, beispielsweise bei langanhaltender Isolation, fehlender körperlicher oder geistiger Auslastung oder ungünstigen Haltungsbedingungen. Diese Verhaltensweisen haben meist keine adaptive Funktion und sind häufig ein Hinweis auf ein Wohlbefinden-Problem des Hundes.


 

Nach 14 Tagen täglicher zusammenarbeit.

Nach zwei Wochen intensiver Therapiearbeit mit den beiden Hunden im Haushalt konnte signifikante Fortschritte erzielt werden. Die Hundehalter werden weiterhin eng begleitet, um sicherzustellen, dass die erreichten Veränderungen nachhaltig gefestigt und weiterentwickelt werden. Diese fortlaufende Unterstützung ist entscheidend, um eine stabile und harmonische Beziehung zwischen den Hunden und ihren Besitzern zu gewährleisten.

Vertrauen 

Wenn ein Hund wenig Vertrauen zu seinem Besitzer hat, dauert es oft eine Weile, bis sich eine stabile Bindung entwickelt. Doch Geduld ist hier der wichtigste Schlüssel.

 

Vertrauen wächst nicht über Nacht; es braucht konsequente, respektvolle Kommunikation und eine ruhige, verlässliche Atmosphäre. Der Hund muss spüren, dass er sicher ist, dass seine Bedürfnisse ernst genommen werden und dass der Mensch an seiner Seite bleibt – auch dann, wenn es mal Herausforderungen gibt.

 

Mit mir an der Seite: Gemeinsam schaffen wir eine Grundlage, auf der Vertrauen wachsen kann, Schritt für Schritt.

Wenn Freunde helfen

Wenn Freunde helfen

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