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Nette Happy Dog

Emotionen

Warum schimpfen falsch ist!

Viele Hundehalter erleben Situationen, die schwer zu verstehen sind:

Ein Hund reagiert plötzlich über, wirkt nervös oder scheint Dinge zu vergessen, die er eigentlich gut konnte. Schnell entsteht der Eindruck, der Hund sei «stur», «dominant» oder schlecht erzogen.   

 

In Wirklichkeit steckt hinter vielen Verhaltensänderungen ein komplexes Zusammenspiel biologischer Prozesse. Hormone, Neurotransmitter und andere Botenstoffe beeinflussen Stress, Motivation, Impulskontrolle und Lernfähigkeit.

Verhalten entsteht deshalb nicht nur durch Training und Umwelt, sondern auch durch das, was im Körper des Hundes passiert. Wenn wir diese Zusammenhänge verstehen, können wir Verhalten besser einordnen und Training gezielter gestalten.

 

Wie Hormone das Verhalten von Hunden beeinflussen.

Der Körper eines Hundes funktioniert wie ein großes Kommunikationsnetzwerk. Verschiedene Systeme tauschen ständig Informationen aus, damit der Organismus im Gleichgewicht bleibt.

Eine wichtige Rolle spielen dabei Hormone. Das sind chemische Botenstoffe, die von speziellen Drüsen produziert und über das Blut im Körper verteilt werden. Sie regulieren langfristige Prozesse wie Stoffwechsel, Wachstum, Fortpflanzung und Verhalten.

Daneben gibt es Neurotransmitter, die im Nervensystem wirken. Sie übertragen Signale zwischen Nervenzellen und arbeiten deutlich schneller als Hormone. Während Hormone eher langfristige Veränderungen steuern, sorgen Neurotransmitter für unmittelbare Reaktionen im Gehirn.

Beide Systeme sind eng miteinander verbunden. Hormone können die Produktion von Neurotransmittern beeinflussen, während Neurotransmitter wiederum hormonelle Prozesse steuern.

 

Motivation, Stimmung und Impulskontrolle.

Mehrere Neurotransmitter spielen eine besonders wichtige Rolle für das Verhalten von Hunden.

  • Dopamin ist Teil des Belohnungssystems im Gehirn. Wenn ein Hund ein Ziel erreicht, eine Aufgabe löst oder eine Belohnung erhält, wird Dopamin ausgeschüttet. Dadurch entsteht Motivation, ein Verhalten zu wiederholen. Dopamin ist deshalb eng mit Lernen und Training verbunden.

  • Serotonin stabilisiert die Stimmung und hilft bei der Impulskontrolle. Hunde mit einem stabilen Serotoninsystem reagieren weniger impulsiv und können Reize besser verarbeiten.

  • GABA wirkt als wichtigste «Bremse» im Nervensystem. Dieser Botenstoff sorgt dafür, dass Reize gefiltert werden und der Hund nicht auf jede Kleinigkeit sofort reagiert. Diese Systeme bestimmen stark, wie gut ein Hund mit Stress umgehen kann, wie schnell er lernt und wie gut er sich wieder beruhigen kann.

Stress beim Hund: Wenn der Körper in Alarmbereitschaft geht.

Stress ist zunächst ein natürlicher Mechanismus. Er hilft dem Körper, schnell auf Herausforderungen zu reagieren. Wenn ein Hund eine Bedrohung wahrnimmt, aktiviert der Körper innerhalb von Sekunden das sogenannte sympathische Nervensystem. Dabei werden die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet.

Herzschlag und Atmung steigen, die Aufmerksamkeit erhöht sich und die Muskulatur wird besser durchblutet. Der Körper bereitet sich auf Kampf oder Flucht vor. Kurz darauf folgt eine zweite Stressreaktion. Über eine hormonelle Kaskade im Gehirn wird das Hormon Cortisol freigesetzt. Dieses sorgt dafür, dass Energie bereitgestellt wird und der Körper länger leistungsfähig bleibt.

Kurzfristig ist dieser Mechanismus sinnvoll. Er hilft dem Hund, auf schwierige Situationen vorbereitet zu sein. Problematisch wird es jedoch, wenn Stress dauerhaft besteht. Chronisch erhöhte Cortisolwerte können verschiedene Auswirkungen haben. Lernprozesse im Gehirn werden erschwert, die Impulskontrolle nimmt ab und emotionale Reaktionen werden intensiver. Hunde können dadurch reizbarer oder ängstlicher reagieren. 

 

Warum Stress das Lernen erschwert.

Im Gehirn sind verschiedene Bereiche für Lernen und Emotionen zuständig. Der Hippocampus spielt eine wichtige Rolle bei Gedächtnis und Lernprozessen. Bei dauerhaft erhöhtem Stresshormonspiegel kann seine Funktion beeinträchtigt werden. Gleichzeitig wird die Amygdala, ein Zentrum für emotionale Reaktionen, stärker aktiviert. Der Hund reagiert schneller mit Angst oder Abwehrverhalten. Der präfrontale Cortex, der bei Planung und Impulskontrolle hilft, arbeitet unter chronischem Stress weniger effektiv. Dadurch entsteht ein Zustand, in dem Hunde zwar sehr aufmerksam sind, aber schlechter lernen können. In der Praxis zeigt sich das häufig bei Hunden, die ständig unter Spannung stehen.

Oxytocin:  Das Bindungshormon.

Ein besonders spannendes Hormon im Zusammenhang mit Hundeverhalten ist Oxytocin. Es wird im Gehirn gebildet und spielt eine zentrale Rolle bei sozialen Beziehungen. Oxytocin wird unter anderem durch Blickkontakt, Streicheln und positive soziale Interaktionen ausgelöst. Studien zeigen, dass sowohl beim Hund als auch beim Menschen die Oxytocin Werte steigen, wenn sie miteinander interagieren. Dieses Hormon kann Stressreaktionen im Gehirn reduzieren und soziale Bindungen stärken. Hunde mit einer stabilen Beziehung zu ihrer Bezugsperson können deshalb häufig besser mit schwierigen Situationen umgehen.

Sexualhormone und Verhalten.

Auch Geschlechtshormone beeinflussen das Verhalten von Hunden. Beim Rüden spielt Testosteron eine wichtige Rolle. Dieses Hormon wird hauptsächlich in den Hoden produziert und beeinflusst unter anderem Sexualtrieb, Konkurrenzverhalten und territoriale Reaktionen.

Interessant ist, dass Testosteron nicht nur Verhalten auslösen kann, sondern auch selbst durch Verhalten beeinflusst wird. Nach sozialen Erfolgen oder gewonnenen Auseinandersetzungen können Testosteronwerte ansteigen.

Bei Hündinnen verändert sich das Verhalten oft im Verlauf des Zyklus. Das Hormon Östrogen steigt kurz vor dem Eisprung an und kann Motivation und Aktivität erhöhen. Sinkt der Spiegel danach wieder ab, können Stimmungsschwankungen auftreten.

Beide Sexualhormone geben den Hunden auch Sicherheit und Mut. Gerade in der Junghundezeit merkt man, wenn Hunde sehr stark von unsicher zu “etwas zu sicher” schwanken.

 

Schlaf, Darm und Verhalten.

Neben Hormonen beeinflussen auch andere körperliche Faktoren das Verhalten. Das Hormon Melatonin steuert den Schlaf-Wach-Rhythmus. Guter Schlaf unterstützt Lernprozesse und hilft dem Körper, Stress zu regulieren.

Auch der Darm spielt eine wichtige Rolle. Über die sogenannte Darm-Hirn-Achse kommuniziert das Verdauungssystem mit dem Gehirn. Ein großer Teil des Serotonins im Körper entsteht im Darm. Darmbakterien produzieren außerdem Vorstufen wichtiger Neurotransmitter.

Eine gestörte Darmflora kann deshalb auch Auswirkungen auf Stimmung, Stressreaktionen und Verhalten haben.

 

Verhalten verstehen statt nur korrigieren.

Verhalten entsteht immer aus mehreren Faktoren: Lernen, Umwelt und körperliche Prozesse wirken zusammen. Deshalb können Trainingsmethoden auch biologische Prozesse beeinflussen. Positives Training stärkt Motivation und Vertrauen, während klare Strukturen und ausreichend Ruhe Stress reduzieren können. Wenn Hunde lernen, mit Stress umzugehen und Sicherheit zu erleben, stabilisieren sich häufig auch die zugrunde liegenden biologischen Systeme.

Fazit!

Hunde reagieren nicht einfach «schwierig». Ihr Verhalten wird stark durch biologische Prozesse beeinflusst. Hormone, Neurotransmitter, Stresslevel, Schlaf und sogar der Darm wirken zusammen wie ein fein abgestimmtes System. Je besser wir diese Zusammenhänge verstehen, desto gezielter können wir Hunde im Alltag und im Training unterstützen.

Wahrnehmung der Hunde

Positivität

Achtsamkeit 

Begeisterung

Bestimmtheit

Empathie 

Freude

Gelassenheit

Klarheit

Kraft

LIEBE

Mitgefühl

Mut

Sicherheit

Stolz

Vertrauen

Wohlwollen​

Freqenzen

Die unsichtbaren Energien des Menschen in Form seiner inneren Haltung und Gedankenenergien.

​Eine positive innere Haltung fördert ein harmonisches Miteinander.

Schwingungen 

Energieformen einer inneren Haltung, die für einen Hund eine Bedrohung darstellen kann. 

Negativität

Aggression

Angst

Frust

Geiz

Hektik

Launisch​

Sorge

Steifheit

Stress

Unachtsamkeit

Ungeduld

Unsicherheit

Unzuverlässigkeit 

Wut

Zögern

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​Erlernte Hilflosigkeit!

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Keine, schlechte oder zu wenig Erfahrungen

Die ersten Wochen im Leben

  • Gesunde Mutterhündin 

  • Umfeld des Welpen

  • Ernährung

  • Wichtige Umweltreize

Erlernt ist eine Hilflosigkeit grundsätzlich immer, denn kein Hund kommt mit dem genetischen Stempel der Hilflosigkeit auf die Welt. Soziale Einflüsse und auch andere Umwelteinflüsse sorgen dafür, wie mit Stress und Konflikten umgegangen wird. Und dabei gibt es zwei wesentliche, denkbar ungünstige Entwicklungen, die für ein Erlernen von Hilflosigkeit verantwortlich sind:

Gründe

  • Fehlende o. falsche Wiederholungen 

  • Permanente oder häufige Konfrontation mit Konflikten, die durch den Hund im Ergebnis immer oder überwiegend negativ bewertet werden.

  • Permanente oder überwiegende Vermeidung von Konfrontationen mit Stress bzw. mit Konflikten.

  • Hundehalter sich nicht richtig verhalten und selbst in einer Hilflosigkeit feststecken.

Gehirnentwicklung

  • Schlaf- , Ruhebedürfnis

  • Stressmanagement

  • Gesundes Futter

  • Lernphasen

Jedes intakte und damit auch „gesunde“ Gehirn eines Hundes ist aus genetischen Gründen ganz gezielt auf der Suche nach Reizen, um quasi „Informationen“ für seine Entwicklung zu bekommen. Und das übrigens ein Hundeleben lang. Dabei kann es zu einer Überforderung kommen, wenn das Anpassungssystem für Stress der Qualität oder auch der Quantität dieser Reize nicht gewachsen ist.

Vor allem bei Welpen und Junghunden liegt hier eine besonders große Gefahr. Kommt es hingegen zu einer Unterforderung des Anpassungssystems, fehlt es dem Gehirn an der notwendigen „Information“ sich weiterzuentwickeln.

Reaktive Hunde ...

 

reagieren übermäßig stark und oft plötzlich auf bestimmte Reize wie andere Hunde, Menschen, Geräusche oder Fahrzeuge, was sich in Bellen, Ziehen, Schnappen, Flucht oder Erstarren äußert.

 

Es ist kein Zeichen von Bösartigkeit, sondern ein Ausdruck von Überforderung, Unsicherheit oder Stress, der durch mangelnde Sozialisation, traumatische Erlebnisse oder Genetik entstehen kann.

 

Mit Geduld, Training, ausgewogener Ernährung, klaren Routinen und dem Verständnis der subtilen Stresssignale des Hundes kann ich helfen, seine Reizschwelle zu erhöhen und ihm Sicherheit zu geben, um besser mit schwierigen Situationen umzugehen.  Dabei ist die weiter Zusammenarbeit mit Tierärzten, Physiotherapeuten, Ernährungsberatern, Tierheilpraktikern oft sehr hilfreich. Wenn ich den Hund kennenlerne, kann ich gut einschätzen, ob ich alleine helfen kann oder ob der Hund erst noch genauer auf mögliche Krankheiten untersucht werden muss. 

Durch meine Fortbildungen und meine Erfahrungen mit solchen Hunden kann ich dabei helfen den Hund auf einen gut Weg zu helfen.  Dabei ist eine ehrliche und gute Zusammenarbeit mit den Hundehaltern wichtig.  Die Treffen erfolgen möglichst wöchentlich. Der Hund soll auch mich kennenlernen, einschätzen und Vertrauen zu mir aufbauen können. 

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